Virtuelle Veranstaltungen wirken oft flach und distanziert. Volumetric Video ändert das grundlegend, indem es Menschen in drei Dimensionen erfasst und darstellt.
Wir bei newroom connect sehen täglich, wie diese Technologie Präsentationen, Schulungen und Kundenerlebnisse transformiert. Die Ergebnisse sind beeindruckend: Teilnehmer fühlen sich näher am Geschehen, merken sich Inhalte besser und bleiben länger engagiert.
In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie volumetric Video funktioniert und welche konkreten Vorteile es für dein Unternehmen bringt.
Wie funktioniert volumetrisches Video in der Praxis
Volumetrisches Video erfasst Menschen und Objekte mit mehreren Kameras gleichzeitig aus verschiedenen Blickwinkeln. Dabei werden nicht nur Farben aufgezeichnet, sondern auch Tiefendaten und räumliche Informationen für jeden Videoframe. Spezialisierte Kameras wie die Volucam-Serie von IO Industries ermöglichen dabei Auflösungen bis 25 Megapixel mit bis zu 216 Bildern pro Sekunde, was extrem flüssige Bewegungsabläufe garantiert.
Die Technik hinter der Erfassung
Die Kameras zeichnen unkomprimierte RAW-Daten intern auf SSD-Speichern bis 8 TB auf und synchronisieren sich über IEEE-1588 Netzwerk-Zeitprotokolle auf Millisekunden genau. Das Ergebnis ist kein zweidimensionales Video, sondern ein vollständiger dreidimensionaler Datensatz, den Zuschauer später aus beliebigen Winkeln betrachten können – ohne an die ursprüngliche Kameraposition gebunden zu sein. Im Gegensatz zu traditionellem 360-Grad-Video, bei dem du dich nur um einen zentralen Punkt drehen kannst, ermöglicht volumetrisches Video echte räumliche Bewegungsfreiheit. Intelligente Rekonstruktionsalgorithmen verbinden alle Kameradaten zu einer kohärenten 3D-Darstellung, die Haut, Haare, Stoffe und feine Texturen mit beeindruckender Genauigkeit wiedergeben kann.
Hardware-Anforderungen für professionelle Setups
Für professionelle Anwendungen brauchst du mindestens 8 bis 12 synchronisierte Kameras, die über 10-Gigabit-Ethernet-Verbindungen miteinander kommunizieren. Die StudioCap-VC Software verwaltet mehrere Kameras zentral, überwacht den Status in Echtzeit und ermöglicht Gruppenbefehle für Fokus und Blende über Adapterschnittstellen wie Canon EF oder PL-Mount. Ein typisches System besteht aus mehreren Kameras an einem 10-GbE-Switch plus einer Kontrollstation am PC, die alle Aufnahmen koordiniert.

Die Datenmengen sind erheblich: Bei 4K-Auflösung und 60 Bildern pro Sekunde entstehen schnell mehrere Terabyte pro Stunde. Kleinere Studios mit 20 bis 30 Quadratmetern Aufnahmefläche eignen sich besonders für Interviews und Porträts, während halbkreisförmige Anordnungen mit 30 bis 50 Quadratmetern mehr Flexibilität bieten und weniger sichtbare Kameraspalten erzeugen.
Von Rohdaten zum fertigen 3D-Modell
Nach der Erfassung folgt die Rekonstruktion: Spezialisierte Software demosaiziert die RAW-Daten und erstellt aus den 2D-Bildern ein kohärentes 3D-Modell. Dieser Prozess ist rechenintensiv, aber der Aufwand lohnt sich – die unbegrenzten Rohdaten ermöglichen hochwertige Nachbearbeitung ohne Qualitätsverluste. Das fertige volumetrische Modell wird dann in Echtzeit-Engines wie Unreal Engine gerendert, wobei die Daten mit strukturiertem Licht oder zusätzlichen Tiefenkameras weiter verfeinert werden können. Für XR-Anwendungen und Metaverse-Präsentationen ermöglicht volumetrisches Video echte Avatarisierung – die erfassten Bewegungen werden zu digitalen Charakteren, die Zuschauer in virtuellen Räumen erleben. Diese Technologie macht es möglich, dass deine Inhalte nicht nur technisch überlegen wirken, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll sind: Die höhere Anfangsinvestition wird durch weniger Nachbearbeitung und deutlich realistischere Ergebnisse ausgeglichen. Mit dieser Grundlage kannst du volumetrisches Video gezielt in verschiedenen Szenarien einsetzen – von Live-Präsentationen bis hin zu interaktiven Kundenerlebnissen.
Wo volumetrisches Video echte Geschäftsergebnisse liefert
Live-Präsentationen mit echter Tiefenwirkung
Volumetrisches Video funktioniert in virtuellen Veranstaltungen nur dann, wenn es wirkliche Probleme löst. Bei Live-Präsentationen und Produktlancierungen profitierst du massiv davon, dass Zuschauer die Redner aus verschiedenen Blickwinkeln erleben – nicht als flache 2D-Figuren auf einem Bildschirm. Wenn ein CEO ein neues Produkt vorstellt, sehen Teilnehmer seine Bewegungen, Gesten und Mimik in voller Tiefe. Das erzeugt Authentizität, die Vertrauen aufbaut.
Bei globalen Launches, wo Teilnehmer in unterschiedlichen Zeitzonen sind, bietet volumetrisches Video einen klaren Vorteil gegenüber klassischen Webinaren. Die höhere Präsenz führt zu besserer Informationsaufnahme und stärkerer emotionaler Bindung.
Interaktive Kundenerlebnisse auf Messen und in Showrooms
Hier funktioniert volumetrisches Video anders als bei passiven Präsentationen. Besucher interagieren mit volumetrischen Avataren von Produktexperten statt nur zuzuschauen. Ein Kunde kann den Avatar aus verschiedenen Positionen betrachten, während dieser Fragen beantwortet – das schafft eine Nähe, die Video-Calls nicht erreichen.

Diese unmittelbare räumliche Präsenz (auch wenn sie virtuell ist) reduziert psychologische Distanz und erhöht die Kaufbereitschaft messbar.
Remote-Trainings mit nachweisbarem Lerneffekt
Remote-Trainings- und Schulungsprogramme zeigen den größten ROI-Gewinn. Statt dass Teilnehmer einem Trainer auf einem Monitor zusehen, erleben sie ihn als dreidimensionale Präsenz im virtuellen Raum. Studien belegen, dass immersive Trainingsformate die Behaltensquote erheblich verbessern – das ist kein Marketing-Versprechen, sondern ein dokumentierter Effekt.
Besonders in technischen Schulungen, wo es auf präzise Bewegungsabläufe ankommt, wird volumetrisches Video zum entscheidenden Faktor. Die hohe Rekonstruktionsqualität ermöglicht es, dass Trainees selbst feine Details wie Handbewegungen oder Werkzeuggriffe klar erkennen. Das reduziert Fehler und beschleunigt Lernkurven erheblich. Für regelmäßige Trainings empfehlen sich Hybrid-Modelle, bei denen du volumetrische Inhalte mit Plattformen kombinierst, die diese nahtlos integrieren – Lösungen wie Unreal Engine 5 binden volumetrische Avatare direkt in interaktive virtuelle Umgebungen ein.
Die entscheidende Frage ist nicht, ob du volumetrisches Video brauchst, sondern wo es dir konkrete Geschäftsergebnisse bringt. Für einmalige Events mit hohem Publikumswert lohnt sich die Investition in professionelle Capture-Hardware. Für regelmäßige Anwendungen (Trainings, Kundenschulungen, interne Kommunikation) amortisiert sich die Technologie schnell durch wiederverwendbare Inhalte und reduzierte Reisekosten. Die nächste Frage ist dann: Wie integrierst du diese volumetrischen Inhalte tatsächlich in deine bestehenden Veranstaltungsformate?
Warum volumetrisches Video die Bindung zu deinem Publikum fundamental verändert
Wenn Teilnehmer virtueller Veranstaltungen die Redner in drei Dimensionen erleben, entsteht ein psychologischer Effekt, den flache 2D-Videos niemals erreichen. Immersive Umgebungen lösen in deinem Gehirn dieselben neuronalen Reaktionen aus wie physische Anwesenheit. Das bedeutet konkret: Dein Publikum merkt sich Inhalte besser, bleibt länger konzentriert und entwickelt stärkere emotionale Bindungen zu deinen Marken und Produkten. Die durchschnittliche Verweildauer steigt bei volumetrischem Video um 40 bis 60 Prozent, verglichen mit Standard-Videokonferenzen – das ist messbar und wiederholbar.

Die Kraft der Wiederverwendbarkeit
Volumetrische Inhalte bieten dir einen enormen wirtschaftlichen Vorteil: Sie sind extrem wiederverwendbar. Nach der initialen Erfassung mit professionellen Kameras wie der Volucam-Serie kannst du dieselben Aufnahmen in verschiedenen Kontexten einsetzen – für Live-Events, On-Demand-Trainings, Messe-Präsentationen oder archivierte Kundenschulungen. Eine einzige Aufnahme-Session mit 8 bis 12 synchronisierten Kameras liefert Material für Monate von Präsentationen. Die unkomprimierten RAW-Daten bis 8 TB ermöglichen es dir, in der Postproduktion Licht, Farben und sogar Kamerawinkel anzupassen, ohne Qualität zu verlieren. Das amortisiert die anfängliche Hardware-Investition von 50.000 bis 150.000 Euro schnell, wenn du die Inhalte mehrfach nutzt. Besonders für Unternehmen mit regelmäßigen Schulungen oder Produktlancierungen wird das zur echten Kostenbremse.
Globale Reichweite ohne geografische Hürden
Die geografische Unabhängigkeit ist ein direkter Geschäftsvorteil. Statt dass Experten und Trainer weltweit zu Veranstaltungen reisen, erfasst du sie einmal volumetrisch und stellst sie überall gleichzeitig zur Verfügung. Eine internationale Produktpräsentation mit 50.000 Teilnehmern in 30 Ländern kostet dann nicht das Vielfache von Reisekosten – du zahlst einmal für die Erfassung und Plattform-Hosting. Für Unternehmen mit dezentralen Teams oder globalen Kundenbasen ist das ein enormer Hebel. Ein Vertriebsleiter in Singapur kann denselben volumetrischen Avatar eines US-Produktexperten zeigen wie ein Kollege in Berlin, ohne dass Zeitzone oder Sprache zu Problemen werden. Die Nachbearbeitung ist auch minimal: Im Gegensatz zu klassischen Videos brauchst du bei volumetrischem Videomaterial keine aufwendigen Schnitte, Übergänge oder Effekte nachzubearbeiten.
Konkrete erste Schritte
Starten musst du nicht mit großen Investitionen. Kleinere Setups mit 4 bis 6 Kameras und 20 bis 30 Quadratmetern Aufnahmefläche kosten zwischen 30.000 und 50.000 Euro und eignen sich perfekt für Interviews, Produktdemonstrationen und Trainingsvideos. Für größere Events mit 50+ Quadratmetern kalkulierst du 80.000 bis 150.000 Euro. Die StudioCap-VC Software ermöglicht zentrale Verwaltung mehrerer Kameras über einen einzigen PC und 10-Gigabit-Ethernet-Verbindungen – das Setup ist nicht kompliziert, wenn du mit erfahrenen Anbietern arbeitest. Plattformen, die volumetrische Inhalte direkt in virtuelle Umgebungen einbinden, ermöglichen es deinen Teilnehmern, mit diesen Avataren in Echtzeit zu interagieren, ohne dass sie spezialisierte VR-Hardware brauchen. Damit wird aus einer reinen Videoaufnahme ein echtes Kundenerlebnis.
Abschließende Gedanken
Volumetric Video überbrückt die psychologische Distanz, die klassische Videokonferenzen schaffen – dein Publikum erlebt Menschen in drei Dimensionen statt auf flachen Bildschirmen. Das führt zu besserer Informationsaufnahme, höherer Engagement-Dauer und stärkerer emotionaler Bindung, alles messbar und wiederholbar. Für regelmäßige Trainings, globale Produktlancierungen oder Kundenschulungen amortisiert sich die Investition schnell durch wiederverwendbare Inhalte und eingesparte Reisekosten.
Kleinere Setups mit 4 bis 6 Kameras starten bei 30.000 bis 50.000 Euro und eignen sich perfekt für erste Projekte. Die technische Umsetzung ist weniger komplex als viele denken: Professionelle Capture-Hardware wie die Volucam-Serie synchronisiert sich automatisch, spezialisierte Software verwaltet mehrere Kameras zentral, und moderne Plattformen binden volumetrische Avatare direkt in virtuelle Umgebungen ein. Mit newroom connect integrierst du volumetrische Inhalte nahtlos in immersive virtuelle Ausstellungen, Showrooms und E-Learning-Umgebungen.
Die Technologie entwickelt sich in eine klare Richtung: höhere Auflösungen, schnellere Rekonstruktion und einfachere Integration in bestehende Workflows. Wer jetzt anfängt, volumetrisches Video strategisch einzusetzen, hat einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten, die noch auf klassische Videoformate setzen.