Virtuelle Events sind oft einsam. Du sitzt vor dem Bildschirm, klickst dich durch Räume und merkst schnell: Das fühlt sich nicht wie echtes Networking an.
Social VR Spaces ändern das grundlegend. Wir bei newroom connect sehen täglich, wie immersive Umgebungen Menschen zusammenbringen, die sich sonst nie treffen würden.
In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie virtuelle Räume dein Event-Networking transformieren.
Wie Avatare und räumliche Nähe echte Gespräche ermöglichen
Räumliche Nähe schafft Vertrauen schneller
In klassischen Zoom-Meetings sitzen alle in gleichförmigen Kacheln nebeneinander. Echte Nähe entsteht nicht. Bei Social VR Spaces funktioniert das anders: Du bewegst deinen Avatar durch einen virtuellen Raum, stellst dich neben jemanden hin und führst ein Gespräch – so wie auf einer echten Veranstaltung. Diese räumliche Komponente ist kein Gimmick, sondern der Kern, warum Networking in VR funktioniert. Dein Gehirn verarbeitet räumliche Distanz als soziales Signal – näher bedeutet vertraulicher, entfernter bedeutet formeller. Avatare in VR-Meetings übertragen Körpersprache, Gesten und Mimik realistisch, was bedeutet, dass dein Gegenüber nicht nur deine Stimme hört, sondern auch sieht, wenn du nickst oder lächelst.

Das schafft Vertrauen schneller als ein reines Sprachgespräch.
Kontrolle über dein Networking-Tempo
Der praktische Vorteil liegt in der Kontrolle über dein Networking-Tempo. Du kannst in einen Vortrag gehen, dich dann in eine ruhigere Ecke zurückziehen, um mit jemandem zu sprechen, oder spontan eine Gruppe betreten. Bei Laval Virtual 2020 setzte virBELA sogenannte Hörzonen um – separate akustische Bereiche im gleichen virtuellen Raum. Teilnehmer konnten sich schnell in einen privaten Bereich teleportieren, um ungestörte Gespräche zu führen, ohne andere zu unterbrechen. Das ist eine Lösung, die reale Events nicht bieten: Du schaffst Nähe und Intimität, ohne den Veranstaltungsort zu verlassen.
Globale Teilnehmer ohne Reisekosten
Für globale Teilnehmer ist das besonders wertvoll – eine Person aus Tokio und eine aus Berlin treffen sich zur gleichen Zeit am gleichen virtuellen Ort, ohne Reisekosten oder Jetlag. 71 Prozent der Event-Veranstalter nutzen Hybrid- und Virtual-Plattformen, um On-Site- und Remote-Teilnehmer zu verbinden. Das funktioniert aber nur, wenn die Technologie echte Interaktion ermöglicht, nicht nur Video-Fenster.

Social VR Spaces reduzieren die psychologische Distanz zwischen Teilnehmern, unabhängig davon, wo sie sich geografisch befinden. Diese räumliche Präsenz ist der Grund, warum dein nächstes Event mehr Engagement erzeugt als traditionelle Videokonferenzen – und warum die technische Umsetzung so entscheidend ist.
Wie du Social VR Spaces konkret in dein Event integrierst
Messestände und Networking-Lounges mit echten Avataren
Messestände und Networking-Lounges funktionieren in VR völlig anders als online – und deutlich besser. Du richtest einen virtuellen Stand ein, an dem Besucher vorbeigehen, stehenbleiben und mit dir oder deinem Team sprechen können, ganz wie auf einer echten Messe. Das Entscheidende: Dein Avatar steht dort, nicht dein Bildschirm. Wenn jemand ankommt, sieht diese Person dich wirklich präsent – deine Gesten, deine Blickrichtung, ob du gerade mit jemandem anderem sprichst. Das schafft sofort eine andere Qualität als ein Zoom-Meeting.
Du kannst mehrere Standmitarbeiter gleichzeitig haben, die jeweils mit verschiedenen Besuchern sprechen, ohne dass es chaotisch wirkt. Die räumliche Anordnung macht die Hierarchie der Gespräche klar: Ist jemand beschäftigt, sieht das der nächste Besucher sofort und wartet oder kommt später vorbei. Eine Messe in VR mit Avataren schafft natürliche Warteschlangen und organisches Networking, während eine Videokonferenz-Liste einfach nur überwältigend wirkt.
Breakout-Räume als private Orte für fokussierte Diskussionen
Breakout-Räume in Social VR Spaces sind nicht einfach nur separate Zoom-Links – sie sind echte räumliche Bereiche mit eigenen Regeln und Akustik. Wenn du einen Raum betrittst, hörst du nur die Menschen in diesem Raum, nicht die Musik oder Stimmen aus dem Hauptbereich. Das ist enorm wichtig für fokussierte Gespräche. Bei Laval Virtual 2020 demonstrierte virBELA genau das: Teilnehmer konnten sich in private Bereiche teleportieren, um ungestörte Diskussionen zu führen.
Das funktioniert auch für Kleingruppen-Workshops oder Diskussionsrunden. Du planst zum Beispiel fünf verschiedene Breakout-Räume für verschiedene Themen – Innovation, Vertrieb, Nachhaltigkeit, Produktentwicklung, Kundenservice. Teilnehmer wählen ihren Raum je nach Interesse. Wichtig ist: Sie müssen nicht aktiv beitreten wie bei Zoom – sie gehen einfach hin.

Das reduziert Hürden massiv. Menschen, die normalerweise zu schüchtern sind, um auf einem Event in eine Diskussionsgruppe zu gehen, tun es in VR deutlich lieber, weil der Zugang natürlicher ist.
Hangout-Areas als Orte für ungeplante Begegnungen
Neben Vorträgen und Workshops braucht dein Event echte Pausen-Räume. Das sind Lounges, Cafés oder einfach nur Ecken, wo Menschen rumhängen, ohne dass etwas Offizielles stattfindet. In der physischen Welt passiert hier das beste Networking – der Kaffee-Plausch, das ungeplante Gespräch. In VR funktioniert das genauso. Du schaffst einen Hangout-Bereich mit Sitzgelegenheiten, vielleicht mit einer Bar oder Couch-Ecken. Menschen sitzen dort, unterhalten sich, und andere kommen vorbei. Das ist nicht moderiert, nicht geplant – es ist organisch.
Der Trick ist, dass dieser Raum nicht leer sein darf. Wenn du ein Event startest und alle Breakout-Räume sind voll, aber die Hangout-Area ist leer, wirkt das merkwürdig. Du brauchst also Moderatoren oder dein eigenes Team, das dort sitzt und aktiv mit Besuchern spricht. Das klingt anstrengend, ist aber deutlich effizienter als Networking-Games oder Matching-Tools (Menschen wollen echte Unterhaltungen, nicht optimierte Algorithmen). Ein weiterer praktischer Vorteil: Hangout-Areas funktionieren vor und nach dem offiziellen Event-Programm. Dein Event startet um 15 Uhr, aber die Lounge ist ab 14:45 Uhr offen. Leute kommen früh, lernen sich kennen, und wenn der Vortrag startet, sind bereits Gespräche im Gange. Nach dem Event bleibt die Lounge offen – manche Gruppen bleiben und reden noch zwei Stunden weiter. Das ist echtes Networking, das deine Event-Reichweite enorm erhöht und zeigt, wie wichtig die richtige Plattform-Architektur für deinen Erfolg ist.
Was deine Plattform leisten muss, damit Networking in VR funktioniert
Stabile Infrastruktur als Grundlage für echte Präsenz
Social VR Spaces funktionieren nur, wenn die technische Basis stimmt. Deine Internetverbindung muss mindestens 10 Mbit/s Download liefern – das ist nicht verhandelbar. Wer mit schwacher Leitung teilnimmt, sieht andere Avatare verzögert oder gar nicht korrekt bewegen. Die Illusion von Präsenz bricht zusammen, und mit ihr das Networking. Du musst diese Anforderungen transparent kommunizieren und Teilnehmern vorab zeigen, welche Hardware und Bandbreite nötig sind.
Die Plattform selbst entscheidet über die Qualität der Interaktion. Engage VR und Virbela setzen klare Standards: Sie unterstützen 6DoF-Headsets wie Meta Quest Pro oder Pico 4 Enterprise, nicht billige 3DoF-Brillen. Der Grund ist simpel – nur mit vollständigem Tracking bewegen sich Avatare natürlich, und nur dann entsteht das Vertrauen, das Networking braucht. Deine erste Entscheidung ist daher die Plattformwahl: Welche Hardware unterstützt sie, welche Bandbreite benötigt sie, und funktioniert sie mit deinen bestehenden Tools wie Whiteboard oder Pinnwand? Mozilla Hubs eignet sich für schnelle, kostengünstige Meetings, weil es Open-Source ist. Spatial VR setzt auf fotorealistische Avatare und 3D-Objektmanipulation, was für Brainstorming-Sessions ideal ist. Horizon Worlds bietet breite Nutzerbasis und Welt-Erstellung. Deine Wahl hängt von deinen Teilnehmerzahlen, deinem Budget und deinen konkreten Networking-Zielen ab – nicht von Marketing-Versprechen.
Navigation und Avatar-Personalisierung als Einstiegshürde
Menschen, die noch nie in VR waren, müssen deinen virtuellen Raum in weniger als zwei Minuten verstehen können. Das bedeutet konkret: klare Wegweiser, große und lesbare Schilder, Pfeile, die zum nächsten Raum führen. Viele Events scheitern, weil Teilnehmer nicht wissen, wie sie von der Lobby zu den Breakout-Räumen kommen. Du brauchst intuitive Navigation, die keine Erklärung braucht.
Avatar-Anpassung sollte vor dem Event einfach sein. Nutzer personalisieren ihre Figur mit wenigen Klicks, ohne technisches Tutorial. Ready Player Me zeigt, wie das funktioniert: Nutzer erstellen ihren Avatar in Minuten und nutzen ihn dann über mehrere Plattformen. Das reduziert Einstiegshürden massiv und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen tatsächlich teilnehmen. Ein Avatar, den du selbst gestaltet hast, schafft emotionale Bindung – du bist nicht nur eine Stimme, sondern eine Präsenz.
Moderation und Sicherheit für professionelle Räume
In virtuellen Räumen entstehen schneller Konflikte als du denkst – von belästigenden Avataren bis zu unangemessener Sprache. Dein Team braucht Moderatoren, die aktiv in den Räumen präsent sind, Gespräche moderieren und bei Problemen eingreifen. Bei Laval Virtual 2020 hatte virBELA Moderatoren in den Hörzonen, die Diskussionen leiteten und Ablenkungen minimerten. Diese aktive Präsenz ist nicht optional, sondern entscheidend für die Qualität deines Events.
Sicherheitsmaßnahmen sind ebenfalls nicht optional. DSGVO-Compliance, sichere Authentifizierung und klare Richtlinien zum Datenschutz gehören zur Grundausstattung. Integriere soziale Funktionen wie Chats, Emojis und personalisierbare Avatare in deine VR-Umgebung, um ein Gemeinschaftsgefühl zu schaffen. Nutzer müssen wissen, welche Daten erfasst werden und wie lange sie gespeichert bleiben. Blockier- und Melde-Funktionen für unangemessenes Verhalten sollten einfach zu bedienen sein (dein Team muss schnell reagieren können, wenn etwas schiefgeht). Die Kombination aus stabiler Technik, intuitivem Design und aktiver Moderation entscheidet darüber, ob dein Event echtes Networking ermöglicht oder zur digitalen Geisterstadt wird.
Fazit
Social VR Spaces sind nicht die Zukunft des Networking – sie sind bereits jetzt die bessere Alternative zu klassischen Online-Events. Der Unterschied liegt in der Präsenz: Während du bei Zoom in Kacheln starrst, bewegst du dich in VR durch echte Räume, triffst Menschen an natürlichen Orten und führst Gespräche, die sich anfühlen wie echte Begegnungen. Das ist kein Marketing-Versprechen, sondern das Ergebnis von räumlicher Nähe, Avataren mit realistischer Körpersprache und Umgebungen, die Vertrauen aufbauen.
Die Investition zahlt sich konkret aus – Events mit immersiven Räumen erzielen höhere Engagement-Raten, weil Teilnehmer länger bleiben, mehr Gespräche führen und sich tatsächlich verbunden fühlen. Menschen aus Tokio und Berlin treffen sich ohne Reisekosten, Hangout-Areas erzeugen ungeplante Begegnungen, und Breakout-Räume ermöglichen fokussierte Diskussionen (71 Prozent der Event-Veranstalter nutzen bereits Hybrid-Plattformen, diejenigen mit immersiven Räumen sehen messbar bessere Ergebnisse). Das funktioniert, weil die Technologie die psychologische Distanz überwindet, nicht nur die geografische.
Dein nächstes virtuelles Event kann mit VR-Networking auf eine völlig neue Stufe gehen – vorausgesetzt, du wählst die richtige Plattform und setzt auf stabile Infrastruktur, intuitive Navigation und aktive Moderation. newroom connect bietet eine Softwareplattform zur Gestaltung immersiver virtueller Ausstellungen und Events mit intuitiver Benutzeroberfläche. Dein Publikum wird den Unterschied sofort spüren – und dein Event wird sich von der Masse abheben.